Sonntag, Januar 14, 2018

Januar-Tage

Wie schön es ist!


Um über die Jahre nicht verloren zu gehen...
Ich habe mir gehöööörigen Überblick verschafft.
Erst in mir selbst...
Die Rauhnächte und das Düster-Dämmrige waren da sehr hilfreich -
und so habe ich ausgeräuchert und verbrannt.

Daraufhin galt der Überblick dann dem, was ich eben nicht mehr bin und lebe.
In Absprache mit König und Kiddis wurde hier daher einiges Überkommenes veräußert,
Terrinen, eine Girandole, ein Fauteuil, ja, hier tat sich einiges.
Auch Dinge, von denen ich vor kurzem noch dachte,
"nie gebe ich das her"...
Als nächstes habe ich beherzt Bankangestellte, Versicherungen und Finanzbeamte mit Fragen gelöchert,
ich glaube fast, sie waren ein wenig... genervt ob meiner "Ideen"
und meinem abstrusen Bemühen,
auch alles genau und richtig verstanden zu haben.
Nun ja, ich war... ziemlich hartnäckig ;)


So einiges ist nun in die Wege geleitet, 
in den Ordnern ist erst einmal Ruh, 
sogar die Steuererklärung ist soweit vorbereitet,
wie es eben geht.
Ja, ich habe die Fächer ge-cleart, wie man so schön sagt.
Und es folgte stille Freude und Erleichterung.




Zudem habe ich ja ganz fürchterlich stolz mein erstes Kalenderblatt bewerkstelligt.
Das war mir wichtig, es war glatt wie ein Fahrplan für mich.
Der Januar mit seinem Wolfsmond ist also nun so richtig präsent in mir,
und das freut mich ganz außerordentlich,
da es (für den Anfang) doch einigermaßen manierlich geraten ist.



Die ruhige, erhabene Kraft dieser Tage...

Ja, in diesen Tagen will ich, 
dass hier bei aller kuschelig-nestigen Gemütlichkeit 
auch großer Freiraum und größtmöglicher Überblick herrscht.
Dass alles ein wenig die
Erhabenheit und Ruhe dieses kraftvollen Monats 
spiegelt.

Nein, hier ist noch gar nichts los - soll auch nicht...

Wie in der Natur draußen brauche auch ich jetzt Klarheit und Überblick -
 und auch ein wenig Freiraum vor der bald beginnenden Üppigkeit.
Denn diese Zeit nun, sie LÄSST mir Zeit!
Es ist keine Zeit für Frühgeburten...

Mit offenen Armen

 Wenn ich loslasse, was mich hindert oder einschränkt,
was nicht mehr "ich ist",
brauche ich keine Angst haben vor dem,
was all das bewirken, ja, anziehen könnte.
Das ist meine felsenfeste Überzeugung.
Lebe ich jetzt diese Energie, dann begleitet mich die ruhige Kraft des Januar.

Eigentlich wird das nicht schön, was mich erwartet,
da wir ein Baugerüst rundum bekommen
(kein Licht mehr, kein Balkon dieses Jahr...),
doch das kann ich nicht ändern.
Es ist notwendig.
Widerstand zwecklos. 
Ich kann nur voran machen.
Und das werde ich!
Meine Arme werden nach diesem Januar weit offen sein.

Die Stolpersteine auf meinem diesjährigen Weg sind jetzt schon groß,
aber so ich kann, mache ich aus denen vielleicht noch einen Aussichtsturm, wer weiß?
Und wer weiß, was ich dann erst sehe und begreife?

Die Sachen, die ich noch zur Jahreswende unbedingt hier haben wollte,
sie wanderten ab auf den Dachboden.
Die Winterkiste dort füllt sich wieder,
erfreulicher Weise nun nur noch zur Hälfte,
da ich auch hier genau einer Prüfung unterzog, was noch "wir ist".
Hier unten aber ist Platz machen angesagt.

Die antike Tortenschachtel samt Inhalt (der Federkranz) ist nun nicht mehr hier.
Sie ist aber noch nicht veräußert, sie darf noch eine Jahresrunde bei uns,
beziehungsweise in der Winterkiste bleiben...



Wie man das so angeht,
so kommt man auf völlig neue Ideen.
Oft sieht man auch jetzt erst etwas,
das vorher wie "getarnt" war, 
wie einem jetzt in (und unter) einer laublosen Hecke auch so manches auffällt...
So wird es nun ruhiger hier, noch natürlicher,
und meine Kreationen und -önchen,
die mir immer noch wichtiger werden,
 haben dafür den großen Auftritt.
Sie atmen in diesem kleinen Reich den goldenen Zauber, 
wie es auch so mach uraltes Teil hier tut.
Das fühlt sich unglaublich gut an und fängt mich auf,
wann immer es mir einmal nicht so gut geht,
denn ich bin leider mitnichten Méa Robusta,
und wir alle haben ja so unser Paket zu tragen...

Die Schwingen hier scheinen für mich so einiges zu tragen 
und machen mich regelrecht glücklich.
Von ihnen scheint eine Kraft auszugehen -
vielleicht unter anderem die, die ich in Beharrlichkeit in sie hineingesteckt habe.
Sie werden bleiben.
Durch das Reduzieren anderer Dinge im Raum ist sie auch nicht zuviel, diese federige Wucht, finde ich.

Das Räucherpfännlein, der Stern und der Winterbaum dagegen,
sie alle sind nun wieder verstaut und warten auf den nächsten Dezember...


So wie es meiner Chocolatkiste ging, ...


... die damals nicht mehr hoch in die Wintertruhe wanderte, 
weil sie derzeit ja einen neuen Job hat 
(Austernschalen hüten und Urlaubserinnerungen wachrufen),
parkte sich die Park-Bank (höhö) nun neben dem Kamin.
Ja, sie dachte mitnichten daran, wieder auf den Dachboden zu gehen!
Sie hatte Recht.
Es ist, als hätte sie dort an diesem Platz schon immer sein sollen...

Ach, und alleine, dass der Kleine dort so herrlich um die Ecke spitzen kann!


Ganz "zufällig" war er da, Ihr hättet ihn sehen sollen, wie er da hin- und herlief - sein neuer Catwalk.
Guckt ´mal, wie stolz der ist!


Alles, weil ihm die Bank gefällt und er natürlich Mamas Bewunderung einheimsen wollte, wie geschickt er ist ;)
Ich habe natürlich gebührend meine Bewunderung ausgedrückt...


Am Abend liegen dann dort alle Quilts stets wieder brav aufgeräumt,
es passen da auch alle so schön drauf...

Der Ohren-Sessel steht dafür nun behütend vor der Balkontüre, 
wie er es früher bereits jahrelang tat...


Der weitere neue Lieblingsplatz des Kleinen -
zum Schnurren, Überblick gewinnen, Sonnen, Puuuutzen und Nachdenken...




Und hiiiin und wieder versenkt der Schlingel dort oben glücklich enthemmt seine Krallen, wie man sieht... 

Aber habe ich nun auch so manches verkauft - 
es kommt auch wieder etwas hinzu.
Wir konsumieren zwar sehr wenig, aber dennoch, 
vor allem eben Gebrauchsgut, das nötig ist.
Und so war ich überglücklich, der Töpfer Sebastian hat nämlich endlich wieder getöpfert :)
Ganz anderes, als das, worum ich ihn bat, 
doch es ist königlich geworden.
Ich wollte ja eigentlich weiße größere Schüsseln.
Die hatte ich bestellt - und Teller, ohne Rand.

Nun, sie sind nicht weiß , und Teller sind es auch nicht - aber Schüsseln ;))
"Austernschalig" sind sie obendrein und wundervoll.
Der Töpfer gibt Schamott mit hinein,
und so sind sie so dünnwandig und doch so stabil, und ich bin hin und futsch.
Dass die Glasur innen viel zu rau geraten ist und manchmal wilde Berg- und Talbahnen aufzeigt,
ach, völlig egal.
Am schönsten ist aber das, was man hier nicht zeigen kann: 
Der Klang beim Benutzen und das Gefühl, wenn man sie in den Händen hält...
Hachzzz!

Zu den Weihnachtstagen hatten wir da also wirklich Bescherung.
So lange hatten wir hierauf gewartet...
Beinahe ein ganzes Jahr.




Diese Schüsselchen sind übrigens nicht schwarz, sondern schwarzbraun - beinahe wie guter Humus.
"Irden" eben. 
Schöööön...





Ja, das war noch eine große Freude zu Weihnachten, 
und jetzt, jetzt sind wir ja schon wieder ganz fröhlich, 
denn zudem ist hier der Startschuss im Atelier für ein weiteres magisches Tierwesen gefallen!
Wandpferd?
Najaaaa, wie man es nimmt - es wird diesmal... ein wenig anders ;)

Es fristet im Moment sein Dasein im momentanen Nilpferdstadium,
doch es geht voran...
Ich scharre schon, dass ich loslegen kann!


Neue Schwingen werden auch gerade geboren,
dass es eine wahre Freude ist.
Unter anderem ist auch ein Mond in Arbeit, ein kleiner...
Ich muss schon sagen, das Atelierchen startet wirklich höchst manierlich :)


Etwas Kuscheliges hatte ich mir dann auch noch vorgenommen.
Denn während ich die Bretzel meiner letztjährigen Backerei behalten hatte, 
fand ich das andere, nun, nicht so gelungen...,



... und so packte ich die Gelegenheit beim Schopf und machte dies hier,
ganz profan und einfach darf ja auch ´mal sein:




Ich mag meine Kammer im Januar einfach als Knusperhäuslein haben!
Da bin ich eben eine unverbesserliche kitschige Märchentante...
Das hat dieses Gemütliche und
wir haben diese alte Tür und das Fensterlein schließlich nicht umsonst eingebaut.
Meine Güte, war das damals eine schöne Aktion (Link).

J
a, warum denn nicht ein wenig Märchen in der kalten Zeit?
Ist schließlich tiefster Winter jetzt;
außerdem kommt solches aus altem Brauchtum der Region, 
aus der ich stamme.

Der Trick dabei ist, es eher lange lange trocknen zu lassen, 
bei nicht einmal 100 Grad zuerst - 
am besten mit einem Kochlöffelstiel, der in die Herdtür geklemmt wird, damit sie nicht ganz schließt.
Erst später dann kann man heißer drehen,
so wirft es keine Blasen.
Das dunkle lange Herz gefällt mir nun besser als das breite davor,
vor allem dieser "Brotrindencharakter" :))
der war gewollt.

 (Jacqui, falls Du das hier liest, Du hattest gleich die längere Variante gemacht, stimmt absolut, sieht viiiel besser aus).

Vor lauter Backfreude, wo ich doch schon ´mal dabei war,
habe ich auch noch den ein oder anderen Méa-Stollen gebacken,
denn hier geht das weg wie nix ;)


Zum Schluss dieses heutigen kleinen Januar-Streifzuges durch das kleine Königreich 
möchte ich noch etwas Schönes mit Euch teilen:
Dieses Archiv hier -
vielleicht habt Ihr ja Lust zu stöbern,
falls Ihr das noch nicht kennt.
mir hat es sehr gefallen und mir für das neue Jahr doch so einige Ideen in den Kopf gezaubert :)).

Diese hier besonders:

Dies war ein kleiner Lagezustandbericht,
ich mache dann mal weiter, 
einiges will noch woanders wohnen,
huiii, hoffentlich geht alles gut weg in freudige, liebe Hände,
wo es "gelebt" wird.
Bei mir nicht mehr.

Eure Méa,
die den Januar feiert und sich freudig an die Aufträge macht :))

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
da hatte Hesse so Recht...


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Sonntag, Januar 07, 2018

Januar - noch ruht alles, ... oder geht es schon los?

Das erste Kalenderblatt


Erste Zusammenfassung einer Detektivarbeit

Die Veränderungen in der Natur ganz bewusst anzusehen,
das hielt ich früher nur im Frühling für angebracht.
Allenfalls noch im Herbst, wenn sich die Blätter färbten, oder es den ersten Schnee gab -
ansonsten interessierte es mich nicht sonderlich.
Ich jammerte, wenn es "immer noch nicht Frühling war,
es so schnell dunkel wurde, Sonnenschein fehlte, der Sommer schon wieder vorbei war...".
Nun, in unseren Breiten hatte ich da viel zu tun -
noch dazu als absolute Frostbeule!
Und das, das ging mir meinerseits gehörig auf die Nerven,
da ich ja eigentlich kreativ mit Gegebenheiten umgehen will.

Doch nach und nach entdeckte ich, 
dass in allen Monaten ganz spezielle, ganz eigene Jahres-Persönlichkeiten stecken,
ganz bestimmte Energien - 
an denen man sich nicht nur freuen kann,
sondern die man tatsächlich nutzen kann!

Ich wollte in Verbindung mit ihnen treten, 
mit ihrer ganz speziellen Dynamik im Zeiten-Kreislauf leben - 
anstelle gegen die gerade herrschende Wucht zu arbeiten,
oder wie jetzt in einer Art energetischem Vakuum losrennen zu wollen.
Und auf einmal war es, wie auf Wellen zu reiten, anstelle Wasser zu schlucken.

Als ich das erfuhr, Ihr wisst es, kennt Ihr meinen Blog schon eine Weile,
wurde ich ein regelrechter Monatsdetektiv.
Es war anfänglich allerdings gar nicht so leicht, aus den oft fließenden Übergängen und scheinbaren Wiederholungen Besonderheiten herauszufiltern.
Doch es gibt sie :) -
auch wenn ich sie anfangs immer noch ein wenig durcheinander brachte.

Mittlerweile ist es mir eine deutliche und willkommene Abwechslung im Strom der Zeit geworden,
Alltag gibt es für uns nun nicht mehr.
Die Monate bekommen auf diese Weise eigene Themen und eigene kleine Feste und Rituale.
Sozusagen habe ich also IMMER Weihnachten,
bzw. jeder Monat hat sein eigenesFest, das es zu leben gilt!
Ach, ich finde, es gibt es viel zu viel zu fühlen,
 und ich habe zu viel Phantasie, als dass ich einfach nur so vor mich hinlebe!
Und einen guten Grund, Phantasie eben nicht mit F zu schreiben ;)


Falls Ihr Lust habt,
ich lade Euch ein auf diese 
kleine Jahresreise.
Jeden Monat kommt eine ganz spezielle Zusammenfassung dazu,
bis dieser kleine, etwas andere Kalender dann Anfang Dezember endet.
Es geht um die Jahreszeit selbst, ihre ganz spezielle Qualität,
aber auch, wie man im Leben mit ihr schwingen kann,
und so ordentlich Schubkraft geschenkt bekommt.

Ich freue mich auf Euer Feedback, 
alles noch zu verbessern;
ich werde sicherlich mit der Zeit und weiterem Begreifen noch einiges besser formulieren.
Hier ist mein erster Versuch:


Der Januar -Wolfsmond
Element Wasser


Vom Samen zum Keimling...

  
Für mich beginnt der Januar nach den Rauhnächten
ab der Mitternacht des fünften auf den sechsten Januar.

Für die Pforte des Janus aber, das große Zeiten-Tor zum neuen Jahr,
brauche ich einen besonderen Schlüssel,
dort im Ganzen und ohne Kraftverlust hindurchzukommen:

Dieser Schlüssel ist entweder eine feste Vorstellung davon, was und wohin ich will 
oder 
der Wille, mich in völligem Vertrauen führen zu lassen,
und diese Schritte dann auch zu gehen.


Die mythische Figur desJanus, der Namensgeber unseres ersten Monats,
ist Herr über Pforten und Schlüssel,
über Ende und Beginn.
Der Doppelgesichtige.
Er verkörpert den Anfang, wie es besser nicht sein könnte:
Mit dem einen Gesicht blickt er in die Vergangenheit, 
mit dem anderen in die Zukunft.
Wir aber können und sollten das nicht,
sonst bleiben wir stecken, n´est-ce pas?
Und so lasse ich zunehmend los und wende mich nach vorn,
ins noch Ungeschriebene...


Was sagt mir die Natur? 
Um mich herum herrschen noch immer viele dunkle Stunden,
der minimale Lichtzuwachs erreicht in diesem Monat nicht einmal eine Stunde.
Die Wiederkehr des Lichts ist also nicht wirklich das Hauptthema,
auch wenn sich dieser Prozess bereits in Gang gesetzt hat 
und die Sonne nun schnell zunehmend höher am Himmel steht als noch vor kurzem.
Nein, dieses Licht sagt noch, "warte",
und es zieht noch kaum Pflanzenkinder aus dem Boden in die Höhe.
Draußen ruht alles.

Klare Sicht und wenig Ablenkendes zeigt die Natur von ihrer kargen, entkleideten Seite,
zeigt die grundlegende Struktur, die alles tragen wird, was das Jahr dann hervorbringt.
Eis und Erstarrung, nicht lange beleuchtet von Tageslicht,
 (oder durch den Klimawandel befeuert erste Stürme und viel kaltes Himmels-Wasser) 
machen es uns draußen nicht leicht;
es will uns bald wieder hineintreiben.


Was spiegelt sie mir?
Die Ausformung des Jahreskeimlings ist der wahre Kern und das Thema des Monats,
denn der Boden für ihn ist während der Rauhnächte bereitet worden.

So liegt der Samen noch behütet in der Muttererde, umhüllt vom Mantel der Nacht wie auch unser Seelengrund.
Der sich daraus entfaltende Keimling, 
trägt unsere langsam ankommende Vorstellung in sich, unsere Wünsche und Ziele, 
bis sie klar und fest wie Eis ausgebildet vor uns stehen.
Das muss nichts neues sein, es kann auch der Wunsch sein, alles solle sich um genau das drehen, was uns auch bereits im Vorjahr gut tat ...
Das ist der eine Weg.
Doch manifestiert sich da partout nichts, 
hat der Wille "aufgegeben",
dann haben wir bereits losgelassen und sind weitergegangen, uns formen zu lassen,
um unserem Weg eine ganz neue Qualität zu geben.
Wir akzeptieren unbeschränkte Möglichkeiten und sind bereit, ins vermeintlich Leere zu fallen.
Wir geben dem Schicksal auf diese Weise nichts mehr vor,
schränken es nicht mehr ein.

Ich meine hier nicht, dass wir resigniert haben nach dem Motto:
„Ach, bringt doch eh alles nichts, ich warte ´mal auf ein Wunder…"
Nein, das wäre ja ein Abgeben von Eigenverantwortung, 
das wäre nicht königlich und schon gar nicht mutig!
Man muss es sich schon verdienen, nüchwahr ;)
Ich merkte dieses Jahr vielmehr ein ganz entschiedenes NICHT-WOLLEN,
ja, ich WOLLTE gar keine klare Zielvorstellung, kein Bild davon,
was kommen soll.
Ich will vielmehr geschehen lassen und mich darauf einlassen -
loslassen und willig loslegen will ich,
wenn Wandel erforderlich ist.
Das fühlte sich so wundervoll und richtig an, wie sich eine eigene klare Zielvorgabe meinerseits falsch angefühlt hätte - 
gerade in diesem Jahr des Mondes

Daran will ich arbeiten in diesen Januartagen.
Und das magische Januar-Licht mit seinen dunkel durchsetzten Strahlen hilft mir dabei,
auch Unmögliches für möglich zu halten.


Ja, die Energie ist noch sehr geistig, beinahe wie im Schwebezustand,
die Umsetzung ins Stoffliche findet noch kaum statt.
Unsere innere Natur scheint hier wie ein Spiegel der äußeren zu sein:
So ist auch der Same vieler Pflanzenarten noch gar nicht keimungsfähig,
er hält noch eine sogenannte Keimruhe oder Dormanz,
also eine Art Schlaf,
um „abzuwarten“, bis ihm ganz bestimmte Umweltreize den Zeitpunkt vermitteln,
dass eine Keimung nun günstig wäre.
Dazu gehören auch Kältereize über eine gewisse Dauer.
So ist dieses Warten ein Erspüren und keine Stagnation!
Ein gesunder Prozess also.


Wie setze ich die spezielle Energie nun um?
Und so will auch ich mich nicht überfordern und bereits hechelnd lostraben,
noch angetan mit dem Seelenkleid des Vorjahres voller diffuser Vorstellungen mit noch flackernd schwacher Energie.

Das Bild für dieses Jahr muss noch wachsen oder sich umformen dürfen,
ja, sich ausformen dürfen;
und die Gefühle dazu, wie es mir dann damit geht, sollen mir präsent werden -
die Energie um uns herum ist genau hierfür ideal,
die Kanäle noch offen zu halten.

Viele leiden in dieser Zeit psychisch und auch körperlich,
weil sie bereits versuchen, das Jahr in eine Form zu pressen und sich als scheiternd erleben.
Unsere Vorfahren hatten es ein wenig "besser".
Da ließ ihnen die Witterung nichts anderes übrig,
als sich zu sammeln...

Der Januar, der Missverstandene

Was stecken so viele ihre Hoffnungen in den Januar,
und sind dann so enttäuscht, wenn sich erst einmal gar nichts weiter tut,
als dass die Weihnachtsbäume auf die Straße fliegen.
Und sie sehen, ah, es geht ja doch wieder weiter im Einerlei und es ist oft grau und kalt und Frühling ist auch noch immer nicht...
Aktives Warten, ach, was soll das sein,
meine Güte, damit kann man aber keinen locken...
Und sie sehen, so wie ich noch vor kurzem, den armen Januar,
der doch so erhaben ist,
als eine kalte leere Zeit,
die man halt möglichst tapfer erträgt,
bis sie endlich vorbei ist.
Als eine Zeit, in der man sich dann glatt noch freuen kann,
keine saisonal bedingte Depression mit Antriebsarmut zu bekommen.
Denn Weihnachten ist längst vorbei, also her mit dem Frühling!


Sie sehen die Möglichkeiten nicht –
nur die vermeintlichen Einschränkungen.

Meine Augen aber wollen das nun anbrandende Frühlingsgedönz noch gar nicht sehen. 
Etwas anderes hat hier nun Raum!

Hier auf meinem Kamin ist das Räucherwerk und das Rauchpfännchen nun verschwunden, 
nur die Klarheit der Kristalle schmückt ihn jetzt.



Und es ist tiefster Winter,
auch wenn der Kommerz bereits schrill die Maiglöckchen läuten lässt und den Frühling an- und auspreist.
Ja, dieser Monat, der passt so gar nicht in unsere gierige, bunte, laute und ungeduldig angepeitschte Zeit
die von "Event zu Event" rast.
Mit all den Themen des Januar ist auch nicht so gut Geld verdienen, ne?
Ich renne dann später umso schneller, 
ohne dass ich mich so sehr anstrengen muss.

Ja, ich mag diese Gedanken sehr und will die Zeit nutzen –
und das kann ich in einer U-Bahn, in einem Café, in dem ich mit Freunden hierüber rede, auf dem Heimweg und auch zuhause. 
Ich möchte mich freuen auf den weiteren Wandel, in Vertrauen und dem Lauschen nach dem Richtigen.
Wie könnte ein Baum Früchte tragen, wäre er von seinen Wurzeln abgetrennt?
Wurzeln, die sich ohnehin erst nach der Ausformung im Januar im Erdenreich entfalten…

Aller Anfang ist innen. 
Es ist die Essenz des Wesens in uns, unseres Selbst, das wir so oft überhören.

Als ich dieses Gedicht meiner lieben Veronika las, da habe ich mich so gefreut.
Wie wunderbar es ist!

Liebes Wesen, das in mir wohnt,
sieh es mir nach,
wenn ich Dein Flüstern im Laut meiner Tage überhöre.
Bleib bei mir bis ich Dich erkenne und Deinen Lebensatem spüre.
Am Rande des Horizonts werden wir uns treffen,
wo die Bilder des Gestern verblassen und
die Träume des Morgen noch ungeboren sind.


Die üblichen "Guten Vorsätze für´s neue Jahr" dagegen, meine Güte,
die haben in diesem Werden nun so gar keinen Platz,
sie stehen sogar im Widerspruch hierzu.
Das funktioniert daher auch nicht, und wenn doch,
dann nur mit enormer Willensanstrengung,
die uns eher schadet, Kraft frisst und von wirklich Wichtigem ablenkt.
Vielmehr führt man lieber ein anderes, gesundes und freudig engagiertes Leben, das ganz natürlich dazu führt, dass man sich z.B. über Themen wie seine Figur gar keine Gedanken mehr machen muss, da die sich dann von selbst anpasst.


Ein Keimling braucht ein wenig Platz

Aber ich bin nicht passiv, ganz bestimmt nicht,
dieser Monat kann gefeiert werden,
und wenn es "ein Zeichen" für mich geben soll ;)),
kommt das ja auch nicht einfach so.
So bin ich nämlich stillvergnügt und sehr betriebsam dabei,
mir Freiraum zu schaffen.
Antriebsarmut? Von wegen, mir hängt ja fast schon die Zunge ´raus.
Gibt ja so viel zu tun, und mit jedem Tag wird es noch schöner.
Ich verschaffe mir als Spiegel der Natur außen wohltuende Klarheit und Überblick,
ich miste aus, was das Zeug hält!
Das ist doch der Januar, für den der Eis-Kristall steht,
die Natur bis auf die Struktur befreit für das neue Werden!





Der König nimmt sich derweil der Basis an,
da einiges endlich erledigt und repariert werden muss,
damit wir es übers Jahr schön haben.
Wie schrecklich, müssten wir das im Frühling machen und uns die schöne Zeit draußen wegnehmen!
Um nun mein Keimlein auszuformen,
will ich auch mein Heim, mein Nest möglichst so gestalten,
dass es mir dienlich ist, mir Kraft schenkt.
Das kann bei jedem anders sein,
bei mir ist es vor allem Übersichtlichkeit, gepaart mit Wurzeln, Ästen
und meinen Kreationen um mich herum, die den Zauber ausatmen,
sowie möglichst Natürliches und Funktionales.
Ich frage mich, was darf überhaupt noch mit in mein weiteres Leben –
bin ich das noch, lebe ich das noch, brauchen wir das wirklich?
Oder zieht es mich hin zum Erstarren wie im Eis dort draußen?
Nimmt es mir Lebensraum?
Werdens-Raum?


Genau jetzt werden auch die Geweihe abgeworfen,
und wir sollten das ebenso mit dem machen, was falsch war oder nicht mehr dienlich ist.
Das, was nicht mehr WIR ist oder uns hindert, es zu werden.
Was richtig gut ist, bleibt und muss nicht immer wieder ersetzt werden,
nur damit immer wieder etwas neu ist.
Oft ist auch nur ein Umfunktionieren oder Umgestalten nötig.
Wie oft habe ich das hier gemacht,
all die Posts darüber sprechen ihre eigene Sprache.
Wir müssen nicht viel haben, was die Allgemeinheit als von Wert befinden würde,
um etwa Eindruck zu machen,
uns groß darzustellen
.
Beinahe wie ein Triumph ist es mir, so zu leben... in Freiheit.

Ich habe mich für das Vertrauen entschieden und keine Angst, was es anzieht,
wenn ich loslasse, was mich (be)hindert.



Und nun beim Loslassen spüre ich tief in mir eine kleine Aufregung,
ja, gar eine Vorfreude, denn die Energien kommen wieder zum Fließen.
Ich spüre das Leben in mir.
Es wird vielfältiger, manches erschließt sich nun oft auch erst, 
denn ich lege mich nicht mehr so fest.
So ist Organisieren und Ausmisten bis in alle Fächer und Winkel nun mein Fest und meine Freude!
Mittlerweile habe ich meine Herzensmenschen auch damit "angesteckt",
und es macht uns wirklich noch fröhlicher und lebendiger.


Und der Keimling, der Keimling formt sich aus,
denn ich will mir nicht weis machen, ich sei schon angekommen... 

Eure Méa,
die noch einmal tief durchatmet und sich Raum schafft in dieser erhabenen Zeit

Falls Ihr von einem wirklich wundervollen "Guru" einen Grundkurs in Sachen Lebenskunst bekommen wollt,
wenn hier schon dauernd vom Loslassen gesprochen wird,
hier geht es ganz gratis und völlig unverbindlich zum Therapeuten deluxe
Für mich ist das nun wie "Dinner for one" für manch andere, jedes Jahr wieder!



Post postum:
Laut Wikipedia steht das Wort Keimling auch für einen Kristall, der beginnt, sich auszuformen, ist das nicht wunderschön?


ür alle, die Interesse an meiner Ateliersarbeit haben,
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